#10: Von der grünen Wiese zur Unternehmensgruppe - wie zwei Tierärzte Nachfolge neu denken

Shownotes

Dr. Matthias Krebs verbindet seit vielen Jahren zwei Welten: Tiermedizin und Unternehmertum. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Dr. Guido von Plato hat er 2011 die Pferdeklinik Leichlingen aufgebaut – wortwörtlich auf der grünen Wiese. Heute ist daraus eine Unternehmensgruppe mit rund 15 Standorten und knapp 600 Mitarbeitenden entstanden.

Constanze Wiesner spricht mit ihm darüber, wie die Pferdeklinik Leichlingen entstanden ist und warum ausgerechnet die Tatsache, auf einem ehemaligen Rosenkohlfeld komplett neu bauen zu können, im Rückblick zu einer „Sternstunde“ wurde. Matthias erzählt von den ersten Tagen, in denen noch gebaut wurde, Pferde in Zeltboxen untergebracht waren und vieles echte Pionierarbeit war.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entstehung der heutigen Unternehmensgruppe. Aus der spontanen Idee „Verkauf doch an C“ entwickelte sich nach und nach ein Modell, mit dem Matthias Krebs und Guido von Plato Tierarztpraxen und Kliniken eine Perspektive für die Nachfolge geben möchten. Dabei geht es nicht nur um Kaufpreise und wirtschaftliche Kennzahlen, sondern sehr stark um Menschen, Kultur und die Frage, ob eine Zusammenarbeit wirklich zueinander passt.

Matthias spricht offen darüber, warum sie bereits wirtschaftlich attraktive Möglichkeiten ausgeschlagen haben, wenn das zwischenmenschliche Gefühl nicht gestimmt hat, und weshalb bei wichtigen Entscheidungen neben Fakten auch das Bauchgefühl eine entscheidende Rolle spielen kann.

Auch sein eigener Weg verändert sich im Laufe der Jahre deutlich: vom praktizierenden Tierarzt hin zum Unternehmer und Gestalter einer wachsenden Organisation. Dabei geht es um Führung, Transparenz, Werteorientierung und darum, warum Konflikte nicht nur Belastung, sondern auch Chance sein können.

Besonders spannend ist auch sein persönlicher Blick auf Entwicklung als Führungskraft. Früher glaubte er, vieles selbst machen zu müssen, um sicherzustellen, dass es wirklich gut gemacht wird. Heute investiert er seine Energie lieber in die eigenen Stärken und umgibt sich bewusst mit Menschen, die genau dort besser sind als er selbst.

Leadership- und Mentaltipps aus dieser Folge:

  • Leidenschaft als Antrieb nutzen. Wenn man für etwas wirklich brennt, fällt es leichter, sich Wissen anzueignen, dranzubleiben und neue Wege zu gehen.
  • Nicht jede Schwäche selbst ausgleichen wollen. Die eigenen Stärken weiterzuentwickeln und sich mit Menschen zu umgeben, die andere Stärken mitbringen, kann enorm entlasten und ein Team stärker machen.
  • Fakten prüfen und dem Bauchgefühl Raum geben. Gerade bei größeren Entscheidungen kann das Bauchgefühl am Ende das „Zünglein an der Waage“ sein.

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00:00:05: Willkommen zu Winning

00:00:05: Talks, dem Podcast für mentale

00:00:08: Stärke im Reitsport in Business

00:00:10: und im Leben.

00:00:12: Ich bin Constanze Wiesner, Mentalcoach, Business Coach und Springreiterin.

00:00:18: Hier erwarten dich inspirierende Gäste spannende Geschichten aus dem echten

00:00:23: Leben

00:00:23: und Mentaltools die Dich richtig weiterbringen.

00:00:26: Schön dass Du hier bist und viel Freude beim Hören!

00:00:38: zwei Welten miteinander verbindet.

00:00:41: Tier- und vor allem Pferdemedizin und Unternehmertum.

00:00:45: Gemeinsam mit seinen Geschäftspartner, Dr.

00:00:48: Guido von Plato hat er die Pferdeklinik Leichlingen gegründet und zu einer der großen Pferdekliniken Deutschlands entwickelt.

00:00:56: Heute steht für ihn allerdings längst nicht mehr nur die Arbeit als Tierarzt im Mittelpunkt – Mit der Gründung der West Group hat er sich einer ganz anderen Herausforderung angenommen!

00:01:07: Er möchte Tierarztpraxen und Tierkliniken, die vor einer ungeklärten Nachfolgestehen eine Perspektive und ein neues Zuhause bieten.

00:01:15: So ist in den vergangenen Jahren eine Unternehmensgruppe entstanden, die kontinuierlich

00:01:20: wächst.".

00:01:20: Dieser Mann ist Dr.

00:01:22: Matthias Krebs!

00:01:23: In unserem Gespräch geht es heute darum wie man auf der sogenannten Grünwiese eine Pferdeklinik gründet – wie aus einem Tierarst immer stärker ein Unternehmer wurde und wie die Vision entstanden ist führt.

00:01:36: Tierarztpraxen und Kliniken, eine Lösung für das Thema Nachfolge zu schaffen.

00:01:42: Wir sprechen über Unternehmertum und Liederschick und über schwierige Entscheidungen und Rückschläge.

00:01:48: Lieber Matthias ich freue mich riesig dass ich dich heute begrüßen darf bei Winning Talks und sage herzlich willkommen!

00:01:54: Konstanz, vielen Dank.

00:01:56: Ich bin ganz begeistert ob deine Einladung gewesen?

00:02:00: Ich freue mich auf die nächsten Minuten und bin gespannt was das Gespräch zwischen uns entwickelt.

00:02:06: Ja, auf jeden Fall.

00:02:07: Das Thema Grüne Wiese muss ich jetzt nehmen!

00:02:10: In der Unternehmenswelt sprechen alle immer davon Mensch lass mal grüne Wieses spielen.

00:02:14: wie würden wir dann unser Unternehmen aufbauen was eigentlich längst besteht?

00:02:17: und du zusammen mit deinem Geschäftspartner seid für mich der Inbegriff für grüne wiese und ihr habt ja wortwörtlich mit der Pferdeklinik Leichlinge auf der Grünen Wiese angefangen.

00:02:28: Wie kann es damals dazu dass er gesagt hat?

00:02:30: Wir bauen jetzt eine Pferdeklinik auf.

00:02:33: Das war ehrlicherweise noch nicht mal unser ganz großer Wunsch.

00:02:36: Also eine Pferdeklinik aufzubauen, das wohl aber nicht zwingend auf der grünen Wiese sondern der Gedanke war wo können wir in einer Region, wo wir beide beruflich schon präsent waren und was ist das Rheinland?

00:02:49: Wo können wir da aus der Region heraus in die Regionen für die Pferde, für die Besitzerinnen und Besitzer eine Klinik entwickeln die strategisch besonders günstig und gut positioniert ist.

00:03:02: Und da war für uns klar, dass wir in einem Markt der ja nicht unbesetzt gewesen ist.

00:03:07: Das Rheinland hat ja im Jahr two-thousand elf als wir gegründet haben, die Kliniker öffnet haben.

00:03:11: Er hatte ja schon einige Pferdekliniken.

00:03:13: Wir haben überlegt das Leverkusender oder um das L everkusener Kreuz herum wo die A eins, die A drei trifft.

00:03:19: Dass es einfach ein Knotenpunkt der verkehrstechnisch günstigt zu erreichen ist er genau helftig in etwa zwischen Köln und Düsseldorf liegt.

00:03:26: Also da auch, wo viele Pferde sind.

00:03:28: Wo viele reitinteressierte Menschen sind.

00:03:30: Wir haben Anschluss ans Bergische Land bis rauf ins Sauerland und auf der anderen Seite Achtzig-Ninzig Kilometer ist schon Aachen also das deutsche Pferdemecker Und die Niederländisch-Belgische Grenze nicht weit.

00:03:43: Das Ruhrgebiet ist direkt im unmittelbarer Nähe.

00:03:45: Also wir sind schon in einem Bereich, wo Viele Menschen viele Pherde sind Sicherlich auch der eine oder andere Mitbewerber Aber das war unser großes Ziel.

00:03:55: Die Grüne Wiese hat sich erst aus der Alternativlosigkeit herausentwickelt, weil die erste Gedanke war natürlich wo gibt es irgendwie eine Immobilie?

00:04:05: Eine bestehende Reitanlage.

00:04:06: Ein landwirtschaftlichen Betrieb oder irgendetwas Ähnliches was man eben im Rahmen einer Umnutzung um widmen und zu einer Pferdeklinik entwickeln kann?

00:04:14: Im Nachgang kann ich nur, ich sag mal auch immer, wenn ich mit Kido zusammensitze und wir über unseren Werdegang mal so ein bisschen Rückblick halten sagen.

00:04:23: Es war eine Sternstunde dass sich diese grüne Wiese die am Ende einen Rosenkohlacker gewesen ist.

00:04:30: Eine Rosenkohlacker!

00:04:32: Ein Rosenkollacker in dem Moment als wir es bauen angefangen haben oder gekauft haben das sich diese Grüne Wiesel für uns geboten hat Weil, und das ist der ganz große Unterschied.

00:04:42: Und den begreifen wir heute jeden Tag in der praktischen Arbeit als absoluten Vorteil.

00:04:48: Das sehe ich auch wenn ich mit Kolleginnen und Kollegen in anderen Kliniken spreche.

00:04:52: Diese Institutionen will ich mal so nennen, ist halt unter der totalen Prämisse um mit der hundertprozentigen Ausrichtung Gebaut worden, errichtet worden auch die einzelnen Gebäude zueinander positioniert wurden.

00:05:06: Wie lassen sich Pferde am besten untersuchen und am besten operieren?

00:05:11: Am Besten behandeln!

00:05:12: Alles andere was eben nicht grüne Wiese gewesen wäre mag gut sein gar keine Frage.

00:05:18: aber es wäre immer ein Kompromiss gewesen mit einer bestehenden ja nicht für die pferde Untersuchung und Behandlung ausgerichteten Immobilien landwirtschaftlicher Betrieb, Breitanlage am Ende hinzugehen und zu sagen naja wie kriege ich denn die neue Funktion in die bestehenden Hüllen rein?

00:05:35: Und das ist immer wie gesagt A mit Kompromissen B mit Aufwänden.

00:05:39: Mit Mehrkosten verbunden.

00:05:41: es ist aber auch damit verbunden dass womöglich gewisse Abläufe im Betrieb einfach gar nicht optimal eben auf den Verwendungszweckchen abgestimmt sind weil man sich eben an die bestählenden Gegebenheiten wieder richten muss.

00:05:55: Angst, Skepsis vielleicht auch bei der einen oder anderen schlaflosen Nacht mit so einem Projekt.

00:06:02: Mit Mitte dreißig, ich sag mal wenig Eigenkapital aber viel Schuldenlast bei der Bank zu starten im Nachgang ist eine Sternstunde unseres gemeinsamen Arbeitens und gemeinsam Lebens gewesen

00:06:17: Wahnsinnig beeindruckend.

00:06:18: Am Ende zeige ich sich, dass die grüne Wiese dann doch durchaus praktisch ist weil ihr es eben genauso aufbauen konntet wie's am Ende auch logistisch und von allen anderen Dingen ja am besten passt.

00:06:29: Ehrlicherweise muss man noch einen draufsetzen.

00:06:31: wir sind auch das entgegen unseres Willens im Nachgang nur zu unserem Vorteil genötigt worden viel mehr Land kaufen zu müssen im ersten Aufschlag, als wir eigentlich gebraucht haben beziehungsweise wir beide in den Künstenträumen uns ausgedacht hätten je brauchen zu würden.

00:06:49: So jetzt ist es aber dass uns der Erfolg der vergangenen Jahre wenn ich sagen überrollt hat aber sehr positiv mitgenommen hat so das wir heute mit der Fläche die wir damals erworben haben haben erwerben müssen um überhaupt starten zu können genau den richtigen Schritt gelegt haben, der aber so im ersten Aufschlag von uns überhaupt gar nicht gewollt gewesen ist.

00:07:12: Ja

00:07:12: nachvollziehbar.

00:07:13: ich meine sagt es mit Mitte dreißig dann wirklich auch solche Entscheidungen zu treffen.

00:07:17: du hast das ausgeführt da ziehe ich schon den Hut vor.

00:07:19: und ist denn jetzt dieses Rosenkohlfeld vollends bebaut oder ist immer noch Fläche für expansion frei?

00:07:25: Nein also wir haben noch freie Fläche.

00:07:28: auf der anderen Seite muss man natürlich sagen Wir sind mittlerweile in Leichlingen.

00:07:34: so vollequipt heißt also neben den klassischen Untersuchungsmethoden MRT.

00:07:40: Da sind CT dabei, also CT in einer Dimension auch mittlerweile wo je nach Pferde Größe ein ganzes Pferd durch das Gerät durchpasst und dann allerdings in Vollnarkose.

00:07:51: Wir haben eine Sintigraphie, also eine nuklearmedizinische Untersuchungstechnik dabei.

00:07:56: wir verfügen neben der Intensivstation Insumme über hundert Boxen wo wir Pferden unterbringen können.

00:08:03: Ich glaube, es ist eine respektable Größe, wo ich jetzt auch in den nächsten Jahren nicht unendliche Wachstumschancen sehe.

00:08:11: Sicherlich die Augen bleiben weiter auf – gar keine Frage!

00:08:14: Vielleicht entwickelt sich auch in der Medizin noch ganz neue Anwendungsfelder für die wir natürlich offen sind und die wir dann auch einsetzen und umsetzen unseren Patienten zur Verfügung stellen wollen.

00:08:24: aber zum jetzigen Zeitpunkt wird sich da jetzt nicht in der Geschwindigkeit der letzten fünfzehn Jahre als Beispiel den nächsten fünfzehn Jahren der nächste Entwicklungsschut.

00:08:33: Ja, verstehe und du sprachst eben von der Sternstunde und wenn du manchmal mit deinem Geschäftspartner Gede zusammensetzt und ihr darüber nochmal Revue passieren lasst was sagt dir dann so?

00:08:44: Was war leichter bei der Gründung und was war vielleicht aber auch schwieriger als ihr es euch vorgestellt habt, wenn er da heute so drüber sprecht?

00:08:51: Wir tun das ja in unterschiedlichen Konstellationen also manchmal.

00:08:55: ich glaube dass ist für Leute, die sich reflektieren nicht unüblich.

00:09:00: Dass man ja auch mal mit sich selber spricht.

00:09:05: Dann kommen einem so die ein oder anderen Gedanken was war denn eigentlich in den vergangenen fünfzehn Jahren?

00:09:10: Was waren die Herausforderungen?

00:09:15: kommt man zu zweit zusammen und spielt sich so den Ball zu.

00:09:18: Und der eine kennt noch ne Geschichte oder er kann sich noch eine Szene erinnern, oder eine Situation erinneren die der andere womöglich vielleicht gar nicht zum damaligen Zeitpunkt überhaupt so relevant wahrgenommen hat, den vielleicht gar nich unbedingt bedrückt hat oder dir vielleicht auch auf dem Lebensweg, auf dem Unternehmensweg schon wieder vergessen hat.

00:09:35: Ich kann nur eins sagen das Schöne vielleicht auch am Menschen ist dass Gott sei Dank auch nicht mehr alles präsent ist oder zumindest dass man nicht in der Dimension mehr präsent ist, in der Stärke und in der Größe und in den Wucht wie im Moment auf dem die Geschichte oder die Situation auf einen einpresset.

00:09:53: Also es gibt sicher halt mehr als zwei Hände voll an Situationen, die eine oder andere schlaflose Nacht geben haben.

00:10:02: Das ist ja auch nicht nur das Unternehmertum, das ist ja am Ende auch in unserer Profession behaftet dass wir uns ja dem Tierwohl verschreiben.

00:10:11: Das heißt, in jedem Moment wo wir etwas tun gilt es auch abzuwägen ist das nicht nur vermeintlich gut für den Patienten?

00:10:21: ist das auch in der Besitzer-Patientenkombination die richtige Entscheidung?

00:10:26: also was für den einen Besitzer vielleicht extrem wichtig ist diesen oder jeden Schritt zu gehen mit seinem Pferd respektive das gilt für Hundkatze ganz genauso für jedes Tier was ich besitze mag ja für den anderen aus seiner Perspektive heraus genau die falsche Situation sein.

00:10:44: Und diese Verantwortung sehe ich immer noch ein Stück weit als eine andere Verantwortung wie vielleicht in anderen Berufsbereichen, also wir haben einfach Dinge, die lassen sich nicht ein zweites Mal anfassen und die lassen auch nicht mehr korrigieren.

00:11:00: Da denke ich immer daran.

00:11:02: natürlich ist derjenige, der irgendwelchen technischen Berufen verhaftet ist, mit Teilen beschäftigt ist, die eine hohen Sicherheitsrelevanz haben.

00:11:13: Natürlich ist auch der genauso verpflichtet einen ganz akkuraten korrekten Job zu machen.

00:11:20: aber auf der anderen Seite wenn ihm dieses erste Drehteil mal nicht gelingt dann hat er zwar einen finanziellen Verlust aber dann spannt er im Zweifel nochmal ein zweites Teil auf und sieht zu dass es sich daran verbessert.

00:11:34: Das ist natürlich in unserer Branche schwer.

00:11:36: Wir können schlecht sagen, bei ersten Pferden nicht gelungen ist das Problem beim zweiten oder dritten Mal.

00:11:41: Also diese Herangehensweise bringt einem ja nochmal gewisse, ich sag mal schlaflose Nächte mit sich.

00:11:50: auf der einen und auf der anderen Seite ist es dann die Sichtweise des Unternehmers in dieser Aufbauphase, in dieser Entwicklungsphase der Pferdeklinik Leichling.

00:12:01: Was machen wir denn?

00:12:02: Was schaffen wir?

00:12:03: Gelingt uns das auch alles.

00:12:05: Und da will ich jetzt mal von ausgehen, obwohl ich persönlich wenige Menschen getroffen habe oder wenige sich mit mir darüber unterhalten haben... Es wird ja nicht nur Menschen gegeben haben die sich darüber gefreut haben was wir tun sondern es wird ja auch wie immer im Leben den ein oder anderen gegeben haben oder vielleicht gibt's den auch noch dem einem das nicht von der ganzen Herzen gönnt

00:12:26: Ja, das stimmt.

00:12:27: Und genau diese Leute, die darf man sich erarbeiten und wenn man sich die erarbeitet ist es ja auch wieder etwas Positives.

00:12:32: Absolut!

00:12:33: Ich kann total nachvollziehen was du beschreibst.

00:12:35: Mich würde interessieren als da die Rosenkohlwiese fertig bebaut war... Wie war der Moment?

00:12:41: Als dann so die ersten Gebäude standen?

00:12:43: oder wie ist es heute, wenn du da dieses Werk nach so vielen Jahren siehst, was ihr gemeinsam geschaffen

00:12:49: habt?!

00:12:49: Wie ist das für dich?

00:12:53: viele Momente oder viele Etappen.

00:12:55: Wie gesagt, die hat man nicht mehr so präsent.

00:13:00: Aber wir erinnern, das geht noch nicht ganz genau daran, den Fünfter September, das war wirklich der erste Tag wo die ersten Patienten zu uns kamen.

00:13:08: Das war alles noch im Bau.

00:13:10: also wir hatten ein Gebäude, also diejenigen die die Klinik kennen, die kennen das Orthopädie-Gebäude mit seinen Behandlungsräumen.

00:13:17: Da wurde die Anmeldung provisorisch reingebaut, weil das Hauptgebäude noch nicht fertig war.

00:13:22: Die Behandlungsräume waren noch nicht richtig bestückt.

00:13:24: Das Pflaster wurde im wirklich engsten Bereich um das Gebäudejust.

00:13:29: an dem Tag oder an den Wochenende vorher wurde das Pflasta noch fertig gelegt und ich erinnere mich noch daran... Eine Kundin, die mit ihrer Tochter da war, vielseitig Katz-Reiterin.

00:13:38: Wahrscheinlich Gott sei Dank weil sie sind natürlich durch ihre Disziplin auch einiges gewöhnt und auch einige Umstände gewöhnten, die vielleicht in anderen Reittdisziplinen eher für Aufruhe so sagen würden.

00:13:50: Die ist wirklich noch mit ihrem Pony um die Rüttelplatte drum rumgetrabt am ersten Tag, weil eben einfach wirklich das Ding noch unter Bau war.

00:14:01: Also wir haben Ende Februar Anfang März angefangen mit unserem Bauunternehmer und sechs Monate später wo ich immer noch größten Respekt habe mittlerweile haben wir eine sehr enge Bindung auch oder Beziehung zu der Familie und er hat alle weiteren Bauabschnitte für uns gemacht.

00:14:17: Der hat es wirklich geschafft, in sechs Monaten das zumindestens für uns hinzubekommen.

00:14:22: Wo andere gesagt haben geht hinten und vorne nicht.

00:14:24: Wir haben zu dem Zeitpunkt auch noch keine Boxen gehabt wo wir Die Pferde haben unterbringen können.

00:14:29: Wir hatten also klassisch, wie man es vom Turnier erkennt, Zeltboxen auf der Wiese oberhalb des Grundstücks stehen gehabt, wo heute der große Parkplatz ist.

00:14:38: Da war damals noch auch noch Wiese gewesen.

00:14:40: Da standen eben für zwanzig, fünfundzwanzig Pferden mit Futter und allem drum und dran.

00:14:44: Da wurde auf dem Feldbett geschlafen um... Also es war wirklich Pionierarbeit!

00:14:50: Gido weiß immer noch der Geschichte zu erzählen, dass wir auf der anderen Seite dann in dem Jahr, das war wahrscheinlich auch ein glücklicher Moment.

00:15:01: Auf dem Feld nicht irgendwie Zucker rüben, Roggenweizen oder Haferstehen hatten sondern Gott sei lang Mais, der hoch genug war, weil es gab keine Toilette.

00:15:12: Also musste ihr in den ersten Tagen, wo das Maisfeld genutzt?

00:15:17: Wo der Mais gedüngt.

00:15:18: Sozusagen!

00:15:19: Ja herrliche Geschichte.

00:15:21: Schön finde ich auch.

00:15:22: also ich werde jetzt auch euren ersten Tag nicht mehr vergessen.

00:15:24: dass war nämlich genau einen Tag vor meinem Geburtstag.

00:15:26: Der fünfte September.

00:15:28: Wundervoll und das Maisfeld.

00:15:31: Ja viele Jahre später Maisfeld usw.. Ich merke wenn du erzählst da schlagen ja wirklich diese zwei Herzen dann in deiner Brust nur dieses eine praktizierender Tierarzt dann aber auch dieses Unternehmertum Dinge neu aufzubauen.

00:15:44: Und so ging es ja dann auch weiter mit der West Group, das finde ich ja ganz spannend dass hier da auch im Grunde ein Thema was die Gesellschaft beschäftigt nachfolge, wie kriege ich die eigentlich ein Stück weit auffängt?

00:15:56: Wie ging's denn da weiter, dass ihr diese Westgroup gegründet habt?

00:16:01: Wir haben immer schon mal, aber das ist natürlich so und ich denke es wird vielen anderen Unternehmern auszugehen die im Tagesgeschäft voll eingebunden sind.

00:16:07: Man hat ein paar Ideen, die diskutiert man mal untereinander und findet ihr auch super!

00:16:12: Und dann lässt man sie wieder fallen... Dann kommt das Tagesgeschäf, dann kommen andere Dinge.

00:16:16: Aber jedenfalls war immer schon in unseren Köpfen zu sagen Mensch wir haben doch die Baupläne aus Leichlingen weil wir ja alles neu gebaut haben.

00:16:24: Warum sollten wir nicht Dieses Konzept, was sich ja irgendwann nach ein paar Jahren, also wir sind gestartet mit vierzehn Leuten war die vierzehnt, fünfzehn Leute.

00:16:35: Das waren so die Start-Crew am fünften September, zwei Tausend Elf und die Klinik hat jetzt ungefähr hundertundachtzig Mitarbeitende.

00:16:44: Warum soll man so ein Konzept, wenn es denn sich dann einmal gibt?

00:16:48: Warum sollen wir das nicht noch ein zweites Mal machen.

00:16:50: Also warum sollen wir nicht vielleicht ich sag mal in Frankfurt, in München und Hamburg diese Baupläne nochmal rausnehmen.

00:16:55: Wir suchen unseren Grundstück nach derselben Überlegung wie wir's damals gemacht haben verkehrstechnisch günstige Lage

00:17:00: Bewehrte Grüne Wiesel.

00:17:02: Und

00:17:03: die habt selbstverständlich nur nach Rosenkohlfällen aus Schoghallen?

00:17:06: Das ist nicht ganz, aber sei es drum ... Es war immer der Gedanke, der war schon frühzeitig bei uns und dann sind wir, Gido und ich im Jahr zwei, siebzehn, zweiechzehn das erste Mal in Kontakt gekommen mit Private Equity.

00:17:23: Das sagte uns damals rechtlich wenig.

00:17:25: Die Überlegungen waren eben oder wir bekamen Angebote Besuche, Angebote die Pferdeklinik leicht liegen verkaufen zu wollen.

00:17:32: Also nicht, wie ihr wollt, sondern das Angebot da war oder der Kaufwille bestand von anderer Seite eben von Private Equity klassischen Finanzinvestoren...

00:17:42: Was ja erstmal eine tolle Auszeichnung ist diese Anfrage so zu bekommen?

00:17:46: Absolut!

00:17:47: Keine Frage.

00:17:48: wir haben uns jetzt auch nicht gleich mit weinen dieser Anfrage hingegeben, sondern haben uns das natürlich mal angehört und haben uns vielleicht ein Stück weit geschmeichelt gefühlt.

00:17:56: aber ich glaube so aus Erinnerung würde ich eher sagen es waren Neugier, die positive Neugiere mal zu erfahren.

00:18:03: Was heißt das?

00:18:04: Was soll das was steckt dahinter?

00:18:06: Was will man dann auch mit der Klinik machen?

00:18:09: Was sollen denn auch unsere Aufgabe und unsere Position sein?

00:18:12: Aber was uns relativ schnell klar geworden ist waren ein paar Aspekte.

00:18:17: Eine Aspekt ist im Verkauf kam für uns überhaupt gar nicht in Frage.

00:18:21: Also Gido ist anderthalb zwei Jahre älter als ich.

00:18:24: Wir waren beide Anfang vierzig, haben natürlich gemerkt dass das scheint irgendwie aufzugehen.

00:18:30: Unsere Gedanken die wir haben unser Konzept scheint auf zu gehen.

00:18:34: es macht uns wahnsinnig viel Freude dieses Konzept auch weiterzuentwickeln und Wie gesagt, in mehreren Bauabschnitten ja die Pferdeklinik Leichlinge noch mal erweitert.

00:18:44: Nach der Gründung im Elf kam die erste Erweiterung, die zweite kamen, also ziemlich zeitgleich, zu der Frage ob wir denn verkaufen wollten?

00:18:54: Also wir waren in Aufbaustimmung aber nicht in Verkaufsstimmung was das Ganze anbelangt.

00:18:59: Das war Punkt eins, Punkt zwei.

00:19:01: Da habe ich ganz ungeniert sagen, er hätte das Geld nie gereicht selbst wenn wir keine Lust mehr gehabt hätten irgendeinen Handschlag auf diesem Planeten machen zu wollen am Ende uns immer die Indikaribik wie ja so dieses klassische Bild ist irgendwie zurückzuziehen.

00:19:17: also war überhaupt nicht unsere Welt geschweige denn hätt es finanziell ausgereicht.

00:19:21: und das dritte ist gewesen es hat dahinter doch hinter bei uns einen Gedanken hinterlassen, dem wir natürlich klar aus MVZ der humanen Medizin schon immer mal öste Nachrichten mitbekommen haben.

00:19:35: Der uns im Kleintierbereich wo Private Equity schon deutlich länger etabliert ist als im Pferdebereich auch schon immer wieder zu Ohren gekommen ist.

00:19:44: die Frage die sich bei uns auftat was macht das mit unserem Berufsstand?

00:19:48: Was macht es mit unserer Branche wenn Unternehmen und Kapitalgeber sich für unseren Berufsstand interessieren, die ursprünglich gar nicht aus diesem Beruf kommen.

00:20:03: Sicherlich können Geschäftshöre als Tierarzt einstellen, sie können guter tierärztlicher Kompetenz bemühen – gar keine Frage!

00:20:12: Aber wenn in der Gesellschaft der Struktur, und zwar in der originären Mehrteilung oder in der großen Beteiligungsform eben keine Tierärzte mehr machen.

00:20:24: Dann haben wir uns schon überlegt naja was hat das denn am Ende für einen Einfluss?

00:20:27: Was hat das dafür?

00:20:29: Wenn ich mir anders aus der anderen Perspektive vorstelle ich gebe jemandem mein Geld dann habe ja auch Renditeansprüche darauf.

00:20:39: Wenn ich etwas spende und stifte, dann ist das was anderes.

00:20:41: Aber ansonsten wenn ich mein Geld anlegen möchte in einer Unternehmung ... Dann ist es so!

00:20:46: Und dann stellt sich für mich die Frage oder hat sie für uns die Frage gestellt?

00:20:49: Geht's am Ende nur noch ums Geld?

00:20:51: Das wird ja im Rundenspannungsfeld schon da war.

00:20:54: Wie verbinde ich unter dem Atomitierwohl?

00:20:56: So ist es ganz genau.

00:20:58: Das war für uns dieser Punkt wo wir gesagt haben naja also Es war klar...es gibt es Private Equity.

00:21:06: Es ist nicht illegal, also ich will es auch gar nicht irgendwie schlecht reden aber es wird etwas verändern.

00:21:12: und da gibt's ja zwei Möglichkeiten man ist eben mit in diesem Spiel irgendwie mit dabei oder man ist Beisitzer und beobachtet die Situationen und wir haben uns erstmal für das Zweitere und danach für Ersteres entschieden.

00:21:28: und das Erste kam ehrlicherweise aus einer sehr spontanen Situation heraus dass nämlich ein Gut überweisender, guter Überweiser langjährig bekannter Tierarzt aus Aachen.

00:21:39: Nämlich auf uns zukam und die Frage gestellt habt, sag mal ihr seid doch am Markt ganz gut vernetzt.

00:21:46: Ihr kennt euch auch aus an einem drum und dran.

00:21:48: ich überlege meine Pferdepraxis zu verkaufen.

00:21:52: soll ich die besser an a verkaufen oder soll ich die an b verkaufen?

00:21:59: Ich will mal sagen, es hat wahrscheinlich zwei Minuten gedauert, die du und ich haben uns angeguckt.

00:22:02: Wir haben gesagt, verkauf doch an C!

00:22:04: Ja, mich würde mein Geschäftsjahr auf dieser Verkäufer der Gefährdeklinik dann nicht auch schon Option C im Hinterkopf hatte?

00:22:12: Das kann ich Ihnen gerne mal fragen.

00:22:15: Und das ist wirklich so gewesen.

00:22:17: Wir sind uns dann auch einig geworden aber unter ganz anderen Vorzeichen oder mit einem ganz anderen Antrittsgedanken als er sich heute sozusagen in die Praxis und in der Realität umgesetzt hat.

00:22:30: Also unser Gedanke war, wir machen das mal!

00:22:34: Wir haben keine Ahnung gehabt wie man das macht wenn man eine Praxis also ein mit Dienstleistung behaftete Unternehmen erwirbt was ja einen ganz hohen regionalen Bezug hat.

00:22:47: Ich kaufe ja nicht bei irgendeiner Firma irgendwelche Patente, die ich mir dann in meine Produktionsfirma zurückhole.

00:22:53: Reinhole um dann mit der eigenen Mannschaft sozusagen den Wert der Patente zu verwerten.

00:22:58: das kann ich mir eine Technik noch relativ einfach vorstellen.

00:23:01: hier geht es ja darum dass dieser Betrieb diese Praxis diese Klinik wie sie überall ist immer einen ganz starken regionalen Bezug hat.

00:23:10: Ich habe meine Kunden meine Patientenbesitzer meine Tierhaltenden aus einer gewissen Region.

00:23:16: klar Spezialisierter ich bin, desto überregionaler wird das.

00:23:21: Aber ab einer gewissen Distanz reißt ja die Kundendichte der Kundenstrom, der Tierhaltenden Strom ab.

00:23:28: weil ganz ehrlich ich fahre nicht wegen eines Notfalls, wegen einer Kulik wo es auch noch zeitkritische Komponenten gibt.

00:23:34: Fahre ich ja nicht an allen anderen Kliniken dran vorbei um dann womöglich dreihundert Kilometer in die Klinik X zu fahren nur weil womöglich die Vorgängerpraxis erworben hat, sondern es war uns ja klar.

00:23:48: Die Pferdepraxis Lichtenbusch ist es gewesen über die ich in Aachen rede.

00:23:53: Die muss natürlich so erhalten bleiben, die muss weiterentwickelt werden und auch über den Generationenübergang.

00:24:00: Der Wilfried Hannbücken hat die Praxis nicht verkauft weil er übertrustig gewesen ist und gesagt hat Ich habe den Beruf keine Freude mehr, keine Lust mehr.

00:24:08: Ganz im Gegenteil ein absoluter Pferdemensch.

00:24:11: bis dieses Jahr noch Weltmeisterschaften wieder in Aachen, auch mit verankert in der FBI als Vorsitzender.

00:24:17: Also das ist es ja gar nicht gewesen und es ist lediglich die Perspektive gewesen zu sagen Es findet sich in meinen eigenen Reihen keiner, der die Nachfolge für mich antritt.

00:24:26: Wenn ich denn sechzig plus Jahre alt bin.

00:24:29: und wie bringe ich mein Lebenswerk?

00:24:31: Das ist ja mit ganz viel Herzblut, wird ganz viele Emotionen da sind ja auch Stunden rein geflossen.

00:24:38: Da ist ja auch familiäre Entbehrungen auf Seiten aller Gründer, aller Inhaber vom Praxen-Pliniken mit drin.

00:24:45: Wie bringe Ich dieses Lebenswerk eben in die nächste Generation kann ich nur aus den nachgelagerten Gesprächen sagen, da ist natürlich das Wissen.

00:24:54: Ich habe zwei Tierärzt, die von Grund auf verstehen, also medizinisch das zum einen verstehen aber auch verstehen wie tickt denn unser Berufsstand?

00:25:03: Worauf kommt es dann an?

00:25:05: Was ist denn tierhaltenden Pferdebesitzern und Katzebesitzers?

00:25:09: Was isst denen wirklich wichtig?

00:25:11: Und wird das denn ... Rein monetär noch gesehen oder wird das weiterhin so gesehen?

00:25:18: Ja, sicherlich ist es ein Wirtschaftsunternehmen.

00:25:21: Aber das Pferd und Katze in den Kleintierpraxen steht weiterhin im Vordergrund.

00:25:28: Das ist der Weg, der uns dann auch angetrieben hat, dass zu machen.

00:25:31: Ganz spannend!

00:25:32: Und ich kann mir ja auch vorstellen, dass es in der Tat einmal das Regionale ist, das zu erhalten, dass die Kundschaft weiß was sie bekommt sozusagen.

00:25:39: Dann ist es ja auch wichtig... Diese Persönlichkeiten, in dem Falle den bisherigen Inhaber zu ersetzen oder das Werk vorzuführen.

00:25:48: Weil Menschen kommen ja auch zu ihm persönlich und das genau hinzustellen.

00:25:53: Spannend ist diese Geschichte so gelaufen, dass ihr wieder gefragt worden seid?

00:25:58: Und dann gesagt habt Mensch, naja halt gefragt zum Nimmel.

00:26:01: Genau

00:26:02: also die Frage zählt aber vielleicht auf ein anderes Ziel drauf hier ab.

00:26:06: Wahnsinn!

00:26:07: Ja, das finde ich klasse.

00:26:08: Am Ende ist es immer so dieses wo sieht man Chancenmöglichkeiten und Dinge die dir das Unternehmerherze irgendwo überschlagen lassen?

00:26:15: Und wenn ihr heute weiterschaut und Klinikenpraxen usw.

00:26:21: dazu kauft was ist da für euch besonders wichtig?

00:26:24: also wer darf sozusagen zu eurem verwundeter Zustoss und wo sagt er oh das passt ja nicht.

00:26:29: wie geht ihr davor?

00:26:31: Natürlich, das sind zwei gleisige Aspekte.

00:26:35: Auf der einen Seite sind es natürlich klar wie bei allen Dingen die man kauft, man muss sich natürlich dessen Wertbewusstsein.

00:26:43: also ist der aufgerufen angefragte Kaufpreis oder der Kaufpreist den wir bieten?

00:26:52: Aufgrund der Analyse, der Durchsicht des Unternehmens ist das für beide Seiten adäquat kann man sich das mit anderen bevorstellen.

00:27:03: Das ist aber was, ich sag mal ja eine häufig sehr rationalen, sehr sachbezogenem Punkt hat.

00:27:10: Sicherlich endet die Rationalität sehr schnell daran weil natürlich ganz klar diejenigen der verkauft in dem Moment wo er diese Gespräche intensiviert womöglich dann spätestens in dem Punkt wo er sitzt und seine Unterschrift neben unsere setzt natürlich bewusst wird, dass er damit eine sehr konkrete Entscheidung getroffen hat.

00:27:31: Und diese konkrete Entscheidungen, die ist gar nicht mit Reue im Sinne verbunden, tue ich da das Richtige?

00:27:38: Sind das die richtigen, denen ich zutraue in meinen Unternehmen, was ich aufgebaut habe und in den meisten Fällen sogar gegründet habe aber zumindest mal zu der Blüte gebracht habe oder dem Erfolg gebracht habe an dem Punkt, an dem ich verkaufe?

00:27:50: Sondern es ist vor allem der Punkt des sichtbar werdens.

00:27:54: Es endet etwas und es beginnt etwas Neues.

00:27:58: Und dieses neue, was da beginnt ist auch schon zeitlich befristet.

00:28:02: Weil derjenige, der natürlich mit sechszig, fünfundsechzig oder gar älter verkauft ... Der verkauft ja deshalb nicht nur weil er keine eigene mögliche Nachfolge aus seinen eigenen Reihen hat finden können, womöglich, weil er vielleicht auch einen freien Markt keinen gefunden hat.

00:28:19: Das muss ja nicht immer heißen dass da gar keiner war.

00:28:22: Aber vielleicht sind es Menschen gewesen, wo einfach die Chemie nicht gestimmt hat oder vielleicht auch das Zutrauen in die neue Aufgabe oder in die Übernahme der alten Aufgabe und die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens nicht da gewesen ist?

00:28:36: Aber in dem Moment wird klar ich habe ja danach noch eine Ewig lange Zeit, die ich diesen Beruf ausüben werde und ausübe möchte.

00:28:44: Sonst bestimmt ja auch keine Not zu verkaufen, sondern häufig ist es eben auch der Blick in die unmittelbare Zukunft.

00:28:51: Und das ist – und ich weiß nicht, wenn ich mal zehn, fünfzehn Jahre älter bin – wie leicht mir das fallen würde, so eine Entscheidung zu treffen?

00:29:02: Das ist ja eine Komponente!

00:29:04: Die zweite wichtige Komponenten sind Beziehungen.

00:29:08: Also wir achten sehr stark schon im Bereich der ersten Gespräche, eine Anbahnung aneinander.

00:29:16: Wie kommen wir miteinander zurecht?

00:29:19: Also jetzt kann man natürlich sagen, Menschenskinder stelle ich doch nicht so an.

00:29:21: Das sind nur drei Jahre oder fünf Jahre.

00:29:23: das kann dir doch egal sein wenn der da so oder so ist und die so oder sowas am Ende zählt.

00:29:27: auch dass lange Sicht ja mag alles sein aber es ermangelt uns ja nicht an Arbeit.

00:29:33: Es ermanglt uns auch nicht daran dass wir sagen Wir hätten nicht Optionen rechts und links auch nochmal zu gucken.

00:29:41: Und wir haben in der Vergangenheit und auch da sind sich Gido und ich völlig einig zwei Betriebswirtschaftlich sehr interessante Kaufgelegenheiten nicht ergriffen, aus genau dem Grund.

00:29:54: Weil wir gesagt haben das ist immer ein, ich sag mal unangenehmes Gefühl hat es bei uns hinterlassen in diesen Gesprächen und den Treffen.

00:30:03: Immer so nach der Motto muss jeder eine schlauer sein als der andere kann man nicht überlegen wie macht man's miteinander?

00:30:11: Und was sind eigentlich die nächsten Schritte?

00:30:13: zum Teil auch das Fehlen von Anerkennung der Leistungen anderer, sei es andere außerhalb der eigenen Unternehmung oder an Erkennung auch sogar der Leistung der eigenen Kolleginnen und Kollegen in den Praxen- und Kliniken.

00:30:28: Und es hat für uns immer einen Beigeschmack gehabt wo wir gesagt haben du Ja, mögen es nur drei oder fünf Jahre sein.

00:30:35: Aber die drei oder five Jahre werden's in sich haben und wenn ich den Euro nur einmal ausgeben kann dann gebe ich ihn auch gerne da aus wo ich auf Menschen treffe, die sich auf die Zusammenarbeit mit uns freuen, die das gerne machen, die in uns wirklich einen Mehrwert sehen, die auch im Zwischenmenschlichen ein Mehrwert seh'n.

00:30:53: Das hat sich bis jetzt auch in der Strategie mehr als bewahrheitet.

00:30:57: Ja, auch das mehr als nachvollziehbar und ich finde es auch gut.

00:31:00: Das eine ist ja, dass finanzielle sich anzuschauen, das ist sowieso klar.

00:31:03: Und dann aber ... Ich höre raus ein Stück weit auf euer Bauchgefühl zu hören wie dieses Klima mit den Personen ist?

00:31:11: Ja also ich glaube, das is'n extremer Vorteil.

00:31:15: wenn du die Branche wirklich... Ich bin jetzt twenty-fünf Jahre Tierarzt.

00:31:19: Wenn du die wirklich von allen Facetten aus mitgesehen hast Also vom dem Angestellten da sein in einer Zeit, wo alles aus Sicht des Arbeitgebers möglich gewesen ist und Arbeitnehmer irgendwie als Überschussware da gewesen ist bis heute.

00:31:36: In eine Zeit, bei der sich das völlig umgekehrt hat, wo der tierärztliche Markt ein Mangelmarkt an Fachkräften ist wenn ich überlege Ich habe die Arbeitgeberseite erleben dürfen mitgestalten auf der grünen Wiese im Rosenkohlfeld eben aufbauen dürfen Und dann siehst du eine Praxis, in die du reinkommst.

00:31:57: Eine Klinik, die du besuchen darfst.

00:31:59: Siehst du natürlich aus ganz anderen Augen.

00:32:01: Also ich glaube wenn ich mit Leuten aus anderen Branchen ... wir können da alle zu fünf oder zehn durchlaufen und die, die in der Branche beheimatet sind so würde mir das auch in anderen Branches gehen.

00:32:11: also es ist jetzt keine Besonderheit sondern man muss halt einfach da drin sein und dann erkennst du ganz schnell wo sind welche Situationen, du erkennst... Du hörst auch Dinge ganz anders als jemand anderes.

00:32:26: Und darüber machst du dir dein persönliches Bild am Ende des Bauchgefühl.

00:32:31: Ja!

00:32:32: Ja und wenn man weiß, dass man sich darauf verlassen kann oder das es zumindest ein sehr guter Indikator ist dann ist das Gold wert.

00:32:37: Ich finde übrigens auch ich war ja selber auch schon jetzt nicht unbedingt in Tierarzt- oder in Tierkliniken sondern in anderen Unternehmen sehr viel zu gegen und ich finde man merkt in den ersten ein zwei Minuten wenn man reinkommt wie ist das Klima?

00:32:49: Wie werde ich begrüßt?

00:32:50: Wie ist die Dame am Empfangen?

00:32:52: Wie sind die nächsten Kollegen daran?

00:32:53: merkst du schon was läuft hier eigentlich?

00:32:56: also ich finde das hat man relativ schnell an der ersten Oberfläche raus

00:33:01: Genau.

00:33:01: Und dann passiert noch was Zweites bei dir, weil du nicht aus dem Fach heraus bist und das haben Untersuchungen gezeigt – Du leitest davon alle weitere Qualitäten der Praxis ab!

00:33:12: Also... Du kommst in der Arztpraxis rein und vorne im Eingangsbereich steht der Müllsack.

00:33:15: Dann wirst du schon überlegen, wie der OP-Wohl aussehen mag.

00:33:18: Es sind solche Bruchteile von Momenten die dir, wie du sagst ja nicht aus der Branche herauskommt aber ein ganz klares Gefühl geben.

00:33:27: Wie wird das da wohl laufen?

00:33:28: Also wie kompetent ist die Mitarbeiterin vorhin schon an der Anmeldung am Empfang?

00:33:32: Wie service und Kunden orientiert ist sie dir als human Patientin gegenüber?

00:33:36: Und darauf schließt du schon, wie gut laufen hinten raus Die Prozesse, wie vitamin treu ist die Praxie.

00:33:42: also wenn du um acht Uhr fünfzehn einen Termin hast und kommst erst um neun Uhr dran oder vielleicht auch erst nach neun, dann das alles hinterlässt in uns ein Gefühl.

00:33:50: Und dessen können sich auch Gino und ich nicht befreien.

00:33:53: Also auch wir leben in der letzten finalen Entscheidung.

00:33:57: am Ende davon trauen wir uns die langfristig positive Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort zu.

00:34:06: Wir freuen uns darüber dass wir wirklich damit ein neues Gruppenmitglied haben was kulturell ist sozusagen in unserer Gruppe willkommen heißen wollen.

00:34:15: Und wenn das gegeben ist, dann lassen sich viele andere Dinge auf der Sachebene dann im Nachhinein noch, ich sag mal neu ausrichten, orientieren, verstärken.

00:34:27: war es auch immer in dem Einzelfall nötig ist?

00:34:29: Ja bin ich zu hundert Prozent von überzeugt dass das genau so ist.

00:34:33: Und jetzt sprachst du von eurem ersten Objekt, was zu der Unternehmensgruppe... nennt ihr das Unternehmsgruppe?

00:34:40: Ja.

00:34:41: Also wenn Du Wetz Group im Grunde genommen sagst dann ist es ja eine Gruppe.

00:34:45: wir haben lange überlegt Konstanze wann darf man das denn überhaupt machen?

00:34:49: also was sind denn zwei?

00:34:52: ich sage mal die Pferdepraxis Lichtenbusch als erstes Gruppenmitglied nach dem Gründungshaus.

00:34:58: Das ist natürlich das Erste, was wir mit in die Gruppe eingebracht haben.

00:35:02: Aber bist du bei zwei schon eine Gruppe oder sind die beiden jetzt übergeschnappt?

00:35:05: Weil sie das schon als Gruppe bezeichnen, weil da zwei... Also ich darf das sagen.

00:35:09: also Wir haben uns getraut dem Ganzen einen Namen ein Logo ein Schriftzug zu geben Als wir acht waren, weil alles andere.

00:35:18: Also wir haben uns ein paar Mal überlegt, ist drei schon genug?

00:35:21: Ist vier genug um das Gruppe zu nennen.

00:35:23: Wahrscheinlich per Definition wenn du den Duden reinguckst wird das wahrscheinlich so sein.

00:35:27: Wir haben es im Jahr als wir acht Praxen waren und uns dann getraut.

00:35:33: Der ist ja auch ein Ausdruck eurer Kultur, da ein Stück weit Bescheid nicht an den Tag zu legen.

00:35:38: Seid ihr also eine Unternehmensgruppe?

00:35:39: Seid Ihr acht Mitglieder im Verbund habt?

00:35:41: Wo steht ihr heute?

00:35:42: Seht ihr glaube ich noch weiter gewachsen größer?

00:35:45: Genau!

00:35:45: Wir sind jetzt mittlerweile fünfzehn Standorte und haben das auch ausgeweitet über das Pferd hinaus, sondern wir haben nicht nur reine Pferdekliniken.

00:35:59: Das ist ja die Pferdeclinik-Leichlinge, die auch keine Ambulante.

00:36:03: keinen ambulanten Dienst hat.

00:36:04: Also wenn in Leichlingen, ich sag mal gutes am Patienten getan wird dann bist du gezwungen mit deinem Pferd sozusagen auf das Grundstück der Pferdeklinik-Leichlingen zu kommen?

00:36:13: Da gibt es keine Autos die morgens oder eine Nacht rausfahren währenddessen die anderen Praxen eben Sowohl Klinikbetrieb haben als auch zum Teil rein ambulatorische Praxens sind also klassische Fahrpraxen.

00:36:25: Aber wir haben auch Praxen mittlerweile in der Gruppe, die neben dem Stand bei einem Pferd Kleintier mit in ihrer Praxis haben.

00:36:31: Und wir haben noch Praxens dabei über die ich mich sehr freue – das sind reine Kleintierepraxen!

00:36:36: Also ein Bereich, in dem ich medizinisch überhaupt nicht bewandert bin.

00:36:39: Da muss sich auch alle Fähigkeiten von mir weisen.

00:36:43: Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen inspiriert mich genauso macht uns und dem Wettsteam genauso viel Freude wie die Zusammenarbeit.

00:36:55: Ja, schön dass ihr das auch dann so noch vom, wenn man so sagen will Portfolio erweitern konntet.

00:37:00: Wie viele Kolleginnen und Kollegen sind da in der kompletten Gruppe?

00:37:03: Also in der Komplettengruppe also wenn mir alle Mitarbeiter ich sage jetzt mal sowohl der einzelnen Häusern als auch des Wettsteams, also Wetzteam nennen wir die Kolleginnen und Unterstützenden Funktionen arbeiten, ob das jetzt der Ausblick und einen Blick in die Finanzen für die einzelnen Häuser ist.

00:37:25: Ob es das Marketing ist, ob es Human Resource also HR vom Recruiting bis hin zur Personalentwicklung ist sind wir ungefähr fünfhundertfünfzig knapp sechshundert.

00:37:37: Wow!

00:37:38: Also ich finde da darf man alle mal von Unternehmensgruppe sprechen und ich mache nochmal dieses Bild Von der Grünwiese vom Rosenkohlfeld zu knapp sechshundert Mitarbeitenden.

00:37:49: Das finde ich schon toll.

00:37:50: und was ich noch toller finde, dass das Ganze einer Vision folgt nämlich dem Thema Nachfolge eine Antwort zu geben und vielen Leuten eine neue Heimat zu geben.

00:37:59: Und auch Bestand dessen, was Lebenswerke sind.

00:38:02: Das find' ich großartig!

00:38:04: Ja und was uns alle so antreibt, das geht wirklich bei Guido und mir los.

00:38:10: Und ich merke es auch bei den anderen Kolleginnen und Kollegen.

00:38:14: Geht weiter in die geschäftsführenden Rollen der einzelnen Häuser rein über die Abteilungsleiter.

00:38:20: Das ist diese gemeinsame Motivation.

00:38:22: also wenn man jetzt hier über so viele Menschen redet dann ist das für uns beide ein Privileg mit so vielen Menschen auch zusammenarbeiten zu dürfen.

00:38:32: Also die Freude daran, Menschen zu sehen, die Freuden daran haben Tieren, ich sag mal eine bessere medizinische Versorgung zukommen lassen ihren aktuellen Zustand zu verbessern bis hin zu dem Punkt ja das ist in der Tiermedizin leider so dass wenn es nicht mehr die Möglichkeit gibt eine Verbesserung dabei zu führen am Ende aber auch dafür einstehen diese womöglich unerträglichen Leiden und Schmerzen auch zu beenden.

00:38:59: Auch das ist ja eine hohe Verantwortung, da steckt viel Moral dahinter, dafür steckt doch immer der ethische Konflikt dahinter jetzt einzuschlefern oder eben nicht einzuschläfern und das nicht alleine machen zu dürfen oder slash zu müssen, sondern dass in einem großen Team eine Unternehmensgruppe mit wie gesagt knapp sechshundert Menschen machen zu durften.

00:39:20: Das ist für uns beide wirklich jeden Tag wieder neuer Antrieb.

00:39:24: es ist Freude es bringt uns.

00:39:26: ich weiß nicht ob's in der Stimme rüber kommt.

00:39:29: Es macht uns stolz diese Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

00:39:34: Und dann ist es auch völlig egal, ob jemand geschäftsführende Funktionen erfüllt, ob er Tierarzt ist oder nicht Tierarzte ist, ob Anmeldungsmitarbeiter ist oder ob er dafür sorgt, dass der Rasen gepflegt ist und die Hecke geschnitten ist, die Pferde optimal gefüttert und eingestreut sind.

00:39:48: alle das dieses Team zusammen.

00:39:51: Das bringt erst die Stärke der Gruppe wirklich auf die Straße.

00:39:55: Also man hört's nicht nur in der Stimme, man sieht es auch, dass da wirklich wahre Leidenschaft Bei dir sozusagen am Werke sind.

00:40:03: toll.

00:40:04: Da kannst du mich glatt mitreißen!

00:40:08: Und ich kann mir denken, du bist ja dann jetzt wirklich auch in anderen Aufgaben unterwegs?

00:40:13: Machst du manchmal noch tierarztliche Dinge oder sagst so Nein das ist nicht mehr mein Törf und wenn nein vermisst du es.

00:40:19: also wie ist das denn heute für dich?

00:40:21: Auch das war natürlich im Punkt als wir wie gesagt zwanzig-zwanzig im ersten Februar die Pferdepraxis Lichtenbusch erworben haben, da war ich natürlich voll kurativer Tärzt.

00:40:32: Also auch mit der Überlegung die ich mit Guido hatte naja wenn das da, ich sag mal Ketia sein können Wilfried Hannbüffen würde krank werden oder irgendwas würde passieren bis zu dem Gedanken wir setzen uns mal ins Auto dann fahren wir mal dahin operieren mal ein Pferd oder machen sonst was.

00:40:47: Gott sei Dank es ist nie eingetreten dass einer von uns bis dato kurativ in einem anderen Haus irgendwie tätig werden musste.

00:40:55: Aber es war klar, als dann irgendwann die Pferdeklinik an der Rennbahn dazukam.

00:41:00: Die dritte Standort, der vierte, der fünfte, irgendwann wurden natürlich die Aufgaben auch immer mehr, die sich außerhalb der klassisch kurativen tiermedizinischen Tätigkeit bewegt haben.

00:41:11: und Da muss ich sagen, da bin auch Guido Sotis dankbar.

00:41:15: Hat er mir die Chance ermöglicht sozusagen diesen Teil übernehmen zu dürfen?

00:41:21: Er hat mir auch die Verantwortung zugetraut und hat mir gesagt ja das ist eher vielleicht in deinem Aufgabenfeld zu sehen als es in seinem ist.

00:41:32: Die großen grundlegenden Entscheidungen logischerweise die treffen wir als Gesellschaft dann natürlich gemeinsam und insbesondere auch die Ausrichtung der Gruppe.

00:41:40: Keine Frage, aber das war natürlich für mich ein neuer Berufsweg oder ein neurer Lebensabschnitt, beruflicher Lebensabschritt in einer Branche, die ich aus der Urwurzel heraus, nämlich der tiermedizinischen Tätigkeit vom Studium beginnend dann auch wirklich kennengelernt habe.

00:41:58: Das ging erst mal in Teilen, dass ich mich stundenweise, tageweise eben reduziert hab.

00:42:02: Und dann ist es so gewesen, dass ab einem gewissen Punkt Vereinbarkeit zwischen.

00:42:09: ich muss mich auf das konzentrieren, was ich am Patienten mache.

00:42:13: Das ist ja nicht etwas, wo man eben irgendwie nebenbei läuft, sondern es ist ja schon auch nicht nur meine, sondern auch insbesondere die Erwartungshaltung desjenigen, deren Pferd zu uns bringt, dass sich der THS dann nicht irgendwie zwischen dem Vierundzwanzig anderen Gedanken mal so beiläufig ums Pferde kümmert, sondern erwartet und das ist auch ein zurecht geäußerte Anspruch auch den vollen Fokus darauf.

00:42:35: Und das ließ sich dann irgendwann nicht mehr miteinander kombinieren, sodass ich dann ganz aus der kurativen Tätigkeit rausgegangen bin auf die Frage ob ich das vermisse und ob es mich nicht irgendwann mal in den Fingern juckt?

00:42:48: Ja klar!

00:42:49: Also das ist so... Ich liebe das was ich heute mache zu tiefst.

00:42:55: gar keine Frage also.

00:42:56: von daher ist es nicht ein Weg von, sondern mehr ein Hinzu was ja eine ganz starke Triebfeder ist.

00:43:04: Aber auf der anderen Seite wenn ich denn dann in anderen Praxen bin, in anderen Häusern bin und mich Leute häufig geht's ja so, sag mal wie macht ihr das?

00:43:14: Oder wie habt ihr das früher gemacht?

00:43:16: Und dann fragen die mir hier nicht wie wir auf der grünen Wiese gegründet haben, sondern wollen die ja wissen, wie wir einen Koliker so ob der so rum oder andersrum und wie von irgendwelchen Dingen.

00:43:27: Und dann steckst du natürlich gleich wieder im Thema dran.

00:43:29: Und in den Momenten, wo du mit Leuten gegenüber sitzt, die wirklich operativ voll tätig bist ... Dann juckt's schon noch mal!

00:43:38: Ja und du hast ja auch jederzeit die Gelegenheit, wenn du wolltest da wieder auf einzusteigen.

00:43:44: Nur die Zeit ist es natürlich, die das nicht erlaubt.

00:43:47: Du bist jetzt viel in so einem Nichts verstanden... integrativen Aufgaben unterwegs, neue Kliniken zu integrieren.

00:43:54: Kulturelle Aufgaben natürlich auch für Visionen wo soll es hingehen?

00:43:58: und auch ganze Strukturenprozesse so kann ich mir denken so Fragestellungen wie eine Kultur, eine Prozesslandschaft oder so alles eher so eigen bleiben etc.

00:44:09: etc.

00:44:09: Und Führung ist natürlich auch ne große Aufgabe kann nicht mehr denken gerade auch wenn man ja neue Kulturen neu Menschen dazu bekommt.

00:44:17: Wie würdest du dich als Führungspersönlichkeit Zeichnen Matthias, was ist da so ganz typisch für dich?

00:44:23: Das ist typisch.

00:44:25: Ist vielleicht gar nicht der richtige Ausdruck weil ich als Hührungskraft schon gemerkt habe dass man sich verändert.

00:44:31: also ich glaube jeder Mensch verändert sich und das ist verhaltlich auch für ein Privileg des Menschseins Dass man sich verändern darf.

00:44:39: Und ich bin mit Sicherheit in der Führung heute nicht mehr der, der ich noch vor zehn, fünfzehn Jahren gewesen bin.

00:44:45: Sondern das ist ja auch etwas, was einem der tiermedizinische Ausbildungsweg überhaupt gar nicht mitgeht.

00:44:50: Also wir sind ja völlig auf das berufliche, auf das kurative, auf dass medizinische fokussiert aber überhaupt nicht auf das, was vielleicht nötig wird um hinterher in der Praxis wenn man Mitmenschen und Teams zusammenarbeitet wirklich dafür gerüstet zu sein.

00:45:05: Ich würde eher sagen, ich habe mir ein paar Führungseigenschaften angeeignet.

00:45:12: Weil ich sie für wichtige achte oder weil ich aus den eigenen persönlichen Fehlern der Vergangenheit oder der Unterlassungen in der Vergangeinheit würde ich vielleicht eher sagen als das Fehlers.

00:45:23: einfach Schlussfolgerungen gezogen habe, dass ich Transparenz für extremst wichtige Achte.

00:45:29: Also zu sagen was will ich?

00:45:31: Was ist wirklich mein meiner Angehen wie offen lege ich auch Situationen klar oder wie sehr gehe ich durchs Hintertürchen und Hintertüchern ist überhaupt nicht meine Welt sondern wirklich zu sagen wenn wir irgendetwas miteinander machen dann brauchen wir beide erstmal volle Transparens zueinander.

00:45:50: nur dann kann ich als Führungskraft Wirklich wirken, dann ist Werteorientierung für uns was Entscheidendes.

00:45:57: Also wir haben uns in den letzten Jahren sehr mit dem Thema beschäftigt, was auch über die Personen wie du und meiner hinausgeht sondern wirklich am Ende auch eine werteorientierte Führung in all unseren Häusern zu etablieren.

00:46:12: Uns ist durchaus bewusst dass das kein Punkt ist, wie ich ender mal den Kontenrahmen sonst irgendwas.

00:46:19: Sondern das ist ein wirklich langfristiger Prozess der, ich sag mal einfach Monate Jahre dauert zum Teil womöglich auch in Generationen wechseln bei dem einen oder anderen Bedarf.

00:46:31: weil je nachdem wie lange ich unter dem einen oder anderen Wertegerüst gearbeitet habe und hab jetzt ein neues, dann ist das natürlich auch eine Frage.

00:46:39: Kann ich mich dem hingeben?

00:46:41: Kann ich so agieren?

00:46:42: Falle ich womöglich wieder in alte Muster

00:46:44: zurück?".

00:46:45: Das ist das Zweite was mir in der Führung sehr wichtig ist.

00:46:48: Und des Dritten, Ich hab erkennen dürfen dass ich Konflikte als Chancen ansehe.

00:46:54: Das ist vielleicht entgegen meines Naturals eine der größten Herausforderungen für mich immer noch als Mensch den Situationen zu überlegen.

00:47:03: Hältst jetzt die Klappe und lässt so weiter laufen oder gehst du da jetzt rein?

00:47:09: Also das eine ist ja... Wunderbar, das kostet mich dann wenig Kraft.

00:47:13: Dann kann ich herumdrehen und so.

00:47:15: Wenn das andere dann zu sagen, nee, ich sehe den Konflikt der Auseinandersetzung da reinzugehen und in die Sache mich auseinanderzusetzen mit meinem gegenübersehlich mehr Chance als der Konflikten als Gefahr bietet.

00:47:27: Und das ist das was sich im beruflichen Kontexte als Führungskraft auf jeden Fall in den letzten Jahren gelernt hat.

00:47:34: Ja, alles sehr nachvollziehbar.

00:47:36: und dein erster und dritter Punkt.

00:47:37: Die sind ja in gewisser Weise auch ähnlich nämlich durch Klarheit oder auch Transparenz einfach Fakten zu schaffen dass jeder weiß wo er dran ist.

00:47:44: ich habe das auch in all den Jahren immer wieder erkannt.

00:47:47: Menschen, die können noch so schlimme Botschaften bekommen aber wenn sie wissen was es ist warum das so gemacht wird und mitgenommen werden dann gehen die meisten auch die blöden Sachen wirklich sagt dass man so ganz da lobt.

00:47:57: ja und deswegen kann ich das sehr unterstreichen und nachvollziehen was du gerade ausgeführt hast Gaps Menschen, ein bestimmten Menschen der dich geprägt hat was deinen Führungsverhalten oder dein Verständnis von Führung und Unternehmertum anbelangt?

00:48:14: Oder sagst du das ist eher so aus mir selbst herausgewachsen.

00:48:18: Also ich glaube dass es aber eine Annahme dass man natürlich schon auch eine gewisse Neigung einfach vielleicht dazu haben muss.

00:48:27: also könnte mir vorstellen jemand der einen extrem hohe Sicherheitsbedürfnisse von Hause aus mitbringt Der ist vielleicht nicht der gebrochener Unternehmer.

00:48:36: Jetzt will ich aber nicht jedem, der in hohe Sicherheitsbedürfnisse ein Unternehmertum absprechen.

00:48:39: Aber in meiner Welt könnte ich mir vorstellen dass diese Menschen die auch mal Risiko mitnehmen müssen ohne es in der letzten Instanz auch wirklich abgesichert zu haben einfacher oder leichter sich im Unterneemertum tummeln.

00:48:58: Also ich kann ganz klar sagen, es ist nicht eine Person gewesen.

00:49:02: Ich habe auch häufiger schon mal darüber nachgedacht über die Frage aber das ist nicht Eine Person gewesen sondern glaube es ist eine Fülle von Personen gewesen für viel zahl sowohl die mich als Unternehmer begeistern als auch Die Mich Als Führungspersönlichkeiten Begeistern.

00:49:17: und wenn ich dann Überlege Dann Ist Es Immer Für Micht Die frage Danach Was hat der da gut gemacht?

00:49:29: Es ist gar kein Neid im negativen Sinne, sondern es ist die Bewunderung was dieser männlich-weibliche ganz egal Person gelungen ist.

00:49:39: Und aus dieser Denkweise heraus zu sagen, was kann ich dafür für mich adaptieren?

00:49:45: also was passt zu meiner Person Passt ja nicht alles zu jedem Typus, soll ja auch nicht künstlich artificiell wirken.

00:49:52: So nach dem Motto was hat er sich denn da jetzt?

00:49:53: Das ist gar nicht der Matthias.

00:49:55: also deswegen überlege ich natürlich das und diese Transferleistung.

00:50:00: Was bringen andere Branchen mit?

00:50:03: Was kann ich von anderen lernen, was auch für die Tiermedizin womöglich Gültigkeit hat?

00:50:09: Und da kann ich sagen, da gibt es eine Fülle.

00:50:11: Es gibt auch viele Dinge, schon auch ausprobiert habe, geguckt hat.

00:50:18: Passt das zu mir persönlich?

00:50:19: Passt es zu unserer Branche?

00:50:20: Davon sind Teilen mit Sicherheit eingeflossen in meine Person ... In die Unternehmung.

00:50:25: aber ein anderer Teil den hab ich wieder links und rechts liegen lassen gar nicht weil sie schlecht gewesen sind sondern weil sie einfach entweder für mich oder für die Branche so nicht passend gewesen sind.

00:50:35: Lernen von den Westen sozusagen und das Abschauen was zu dir passt Ja Cool ja Wir hatten vorhin das Thema Bauchentscheidung, natürlich Abwägen von Finanzen und Kultur usw.

00:50:46: Und dann am Ende ja aufs Bauchgefühl hören.

00:50:49: Gab es Situationen wo du dich über deinen Bauch-Gefühlen weggesetzt hast?

00:50:53: Wo du am Ende gesagt hast oh das hätte ich mal lieber nicht getan.

00:51:00: Ich würde eher umgekehrt sagen!

00:51:01: Ich würde mal felsenfest von mir behaupten... ich bin überhaupt kein Mensch der sich im klein kleinen vergrebt und Freude daran hat wirklich extremes Detail orientiert irgendwelche Dinge auszuarbeiten.

00:51:21: Ich kann das bis zu einem gewissen Gras, soweit meine berufliche Qualifikation mir das auch zunässt.

00:51:27: also dass nicht aber das kostet mich schon richtig viel Energie.

00:51:31: Also das ist schon so.

00:51:32: da muss ich mir überlegen wann mache ich das?

00:51:33: Habe ich dafür die Zeit?

00:51:34: habe ich an dem Tag auf wirklich Lust und mache es dann und setze mich dann dahin?

00:51:38: wiederum hab ich aber festgestellt Ich bin total auf diese Detailinformationen angewiesen.

00:51:44: Und es ist die Kombination aus diesen Detail-Informationen für eine Entscheidung, für eine unternehmerische Entscheidung wenn ich sie denn habe und vielleicht auch nicht selber gewinnen kann.

00:51:53: Also ich rede jetzt schon von größeren Entscheidungen – nicht zehn, zwanzig, fünfzig dich am Tag treffe!

00:51:59: Und dann kommt das Bauchgefühl dazu.

00:52:05: scheint eine Eigenart von Inhabern zu sein, Inhaber geführten Unternehmen zu sein.

00:52:12: Ich lese das immer mal wieder, dass die Inhaben am nächsten Tag in ein Team-Meeting oder nochmal einen Team-Mieting einberufen mit Leuten wo sie am Vortag der Entscheidungen womöglich abgenickt haben bestätigt haben ja gesagt haben und gesagt haben du ich habe dann noch mal ne Nacht drüber geschlafen wir machen es doch nicht.

00:52:31: Was interessiert mich?

00:52:32: meinen Geschwätz von gestern so nach

00:52:35: dem Motto?

00:52:37: Das darf natürlich nicht zu häufig vorkommen, sonst ist auch so eine Mannschaft.

00:52:39: Die sagen dann auch, kannst du dir eigentlich heute trauen was er denn morgen will?

00:52:43: Steht das noch nach dem Geschwätz von gestern?

00:52:46: aber ja und ich habe mich oftmals über Fakteninformationen schon hinweggesetzt weil mein Bauchgefühl mir etwas besseres suggeriert hat wo alle gesagt haben naja Muss er halt selber.

00:53:01: Das wird dann auch Gott sei Dank mitgetragen, da werde ich auch überhaupt nicht hängelassen, ganz im Gegenteil, da unterstützen mich auch meine Kolleginnen und Kollegen.

00:53:10: Sowas ist natürlich noch immer eine Partnerschaftsentscheidung.

00:53:12: also da ist dann Gido wenn er sagen würde du Mathias das sehe ich aber anders Dann freue ich mich darüber dass ich seine Meinung dann auch mitnehme.

00:53:23: Aber ja also da würde ich sagen ist das Bauchgefühl dass Zünglein eine Waage, was am Ende nochmal den Impuls gibt mich dafür oder dagegen zu entscheiden.

00:53:33: Das finde ich ja richtig stark, dass du eigentlich sagst bei manchen Sachen die Fakten, die sprechen eigentlich eher dagegen als dafür aber irgendwas ist da das ich machen muss und dann wird durchgezogen

00:53:44: Ja Genau, also es liegt vielleicht auch daran muss ich gestehen dass da die Summation von Fehlentscheidungen noch nicht so groß gewesen ist.

00:53:53: Dass das sich immer noch auf diesen Gedanken bin.

00:53:55: Ich glaube wenn's mal anders wäre und man merkt du ganz ehrlich jetzt hast du fünfmal entschieden und hast dich fünf Mal gegen die Fakten entschieden und fünfmal hat's nicht funktioniert solls doch mal wieder faktenbasierter arbeiten Und ehrlicherweise Konstanz, es kommt auch nicht zu häufig vor.

00:54:12: Also dieser Spargat, das hört sich jetzt vielleicht so an nach dem Motto die sagen alle hü und der macht hot!

00:54:17: Das ist es nicht sondern es ist immer mal wieder dass sowas isst und dann kommen wir auch in einen Grenzbereich rein wo's dann am Ende auch irgendeine Entscheidung bedarf.

00:54:27: Das ist nicht so dass der eine sagt hier ist schwarz und der andere sagt es weiß und jetzt machen was trotzdem?

00:54:32: Ja da kann ich mir denken dass das genauso iß.

00:54:36: trotzdem oder erst recht stark, wenn es solche Situationen gibt und das ist ja dann nicht so oft.

00:54:41: Das ist auch gut so dass du da offensichtlich irgendwie dich auf ein gewisses Feeling verlassen kannst.

00:54:47: Und das ist vielleicht auch das Unternehmernäßchen ich weiß es nicht!

00:54:52: Also das habe ich schon oft gehört, dass das wie so einen Sog ist dieses Hinzu von dem du voll in Sprachst.

00:55:00: Cool Ja, die letzten vier Fragen im Podcast.

00:55:04: Da ist insbesondere die Frage einzigmal ganz spannend für die Hörer nämlich welchen Leadership-Tipp oder Tipp zur Unternehmertum würdest du denn gerne unseren Hörern mitgeben?

00:55:14: Leadership- Tip Leidenschaft also der Wunsch etwas zu bewegen diese Leidenschaft die zu haben das Gefühl zu haben.

00:55:26: ich merke auch gar nicht es Samstag ist Sonntag ist Tag ist Nacht.

00:55:30: Wenn ich für was richtig brenne, dann ist es... Ich glaube das ist auch egal in welcher Branche ich mich da aufhalte.

00:55:37: Es ist doch egal ob das im Freizeitbereich oder ob's im beruflichen Kontext steht wenn ich wirklich davon überzeugt bin.

00:55:44: Wenns meine Leidenschaft ist, wenn mir alles um dieses Thema herum leicht fällt.

00:55:49: Wenn ich jederzeit womöglich auch an einem Gespräch mit jemand anderem bin oder im Fernsehprogramm angucke Und schnell noch mal aufstehe, weil ich mir noch drei Notizen machen möchte und gar nicht von Muss reden.

00:56:00: Sondern von Möchter reden muss!

00:56:02: Dann ist das der Motivator für alles und auch der Türöffner für alles.

00:56:07: Weil da muss sich lange nicht Fachkompetenz sein, dann muss ich lange noch keine Branchenerfahrung haben.

00:56:12: Da muss ich langen noch nicht wissen ob das gelingt oder ob das nicht gelingt.

00:56:17: aber Mitleidenschaft fällt es mir ganz leicht, mir alles das anzueignen wenn mich mit einem Thema beschäftigen soll, mit einer Branche beschäftigen sollen und mit einem Hobby beschäftigen.

00:56:27: Wo ich so gar keinen Zugang zu habe.

00:56:31: Ich glaube das verhindert ganz viel.

00:56:34: aber dass andere öffnet Türen und Wege und Möglichkeiten.

00:56:38: also deswegen würde ich sagen Das Schlagwort für mich ist Leidenschaft

00:56:42: Ja und es ist ungemein schwieriger das zu finden wofür das Herz steckt?

00:56:46: Ich kann das nachvollziehen leidenschaft.

00:56:47: ja wenn wir zehn Jahre vorspulen Matthias Wo steht die West Group dann und wo stehst du persönlich?

00:56:57: Wir wollen uns natürlich gerne weiterentwickeln.

00:56:59: Das ist auch ein ganz klare Anspruch, den wir haben.

00:57:02: also das heißt ich kann heute noch keine Zahl sagen Ich kann auch nicht eine Ausrichtung Norden Osten Süden Westen vorgeben aber dass Wenn die Branche uns weiter holt bleibt, wenn unsere Unternehmer mit Freuden nicht verlassen, dass wir mehr als fünfzehn Traxen-Klinikenhäuser haben werden.

00:57:26: Das steht außer Frage.

00:57:29: Wenn ich jetzt zehn Jahre, fünfzehr Jahre, also die doppelte Zeit der Pferdeklinik Leichlingen von heute an nach vorne gucke, dann muss ich natürlich auch mich persönlich gucken und brauche ich nicht nur auf die Unternehmung gucken.

00:57:40: Das heißt, da bin ich sechszig, fünfundsechzig Jahre alt.

00:57:44: Also persönlich zu glauben, dass ich dann irgendwo mich zurückziehe.

00:57:51: Nichts mehr tue kann ich kaum glauben.

00:57:55: Jetzt sind natürlich da auch gesundheitliche Dinge vorausgesetzt das die einem einfach bleiben.

00:58:02: Ja und ich glaube dann sind wir ganz stark in einem generationenübergang.

00:58:05: Und zwar sind wir nicht in dem generationen Übergang wie wir ihn heute erleben Verkäufer, die dann ja Geschäftsführer in ihren eigenen oder vormals besessenen Praxen und Kliniken sind.

00:58:17: In Ihren Ruhestand begleiten um den Nachfolgen der Generation zu entwickeln sondern geht es um Guido und mich.

00:58:22: Dann geht's um unseren Ruhzustand, um unseren Rückzug.

00:58:26: und da gibt es einen sehr positiven Aspekt und ich weiß auch dass er sowohl bei Guido wie mir treiber ist ohne eine Verpflichtung daraus in die nächste Generation Zu richten ist die Freude und der Wunsch in unseren Kindern, den wir schon sehen, die Unternehmung weiterführen zu wollen.

00:58:47: Und das kann ich nur sagen es für Eltern... Ich glaube, dass doch egal ob man männlich weiblich ist welcherlei Geschlechts wahrscheinlich mit einer der größten Auszeichnungen eine der größte Antriebsfedern sein Lebenswerk eben in die Hände der eigenen Kinder geben zu dürfen, nicht zu müssen.

00:59:05: Das ist ja auch was anderes.

00:59:06: Darf soll ja auch keine Bürde sein.

00:59:08: Soll doch nicht jemand übernehmen, der sich am Ende darin nicht wohl fühlt, der vielleicht auch mit der Aufgabe sich überfordert fühlt oder sonst irgendwas.

00:59:16: aber ich will mal sehr nebulös formulieren das Durchweg viele Anzeichen darauf stehen dass die nachfolgende Generation sich über die Fortführung des Werks ihrer Eltern oder der Väter freuen würde.

00:59:31: Das ist ja wirklich herzerwärrend, wenn ich dem so zuhörere!

00:59:34: Also das ist ja etwas wo man sich gar nicht viel mehr wünschen kann, wenn das so liefe.

00:59:39: Toll und das ist dann nochmal das Add-on übrigens im Vergleich zu den Unternehmen denen ihr die Heimat gebt, dass ihr es schafft allen eine neue Heimat zu geben irgendwann mal.

00:59:50: Ist ja noch lange hingenommen Aber wirklich herzer werden.

00:59:54: Toll!

00:59:55: Bitte ergänze, was ich früher glaubte und heute weiß.

01:00:02: Was ich früher geglaubt habe ist dass ich alles selber machen muss.

01:00:11: Dass im Zweifel.

01:00:13: wenn ich selber gemacht hab dann auch die einzige Situation oder das selber machen... Die einzige Situation ist auch wirklich sicherzustellen, dass es gut gemacht ist da ich ja nicht in allen Bereichen gleich gut sein kann, wie jeder Mensch permanent daran gearbeitet habe.

01:00:34: Und das sind wir eben bei Mühsal oder bei wenig Präferenz an meinen Strächen zu arbeiten um die zu verbessern und das hab' ich über die letzten Jahre abgestellt.

01:00:51: Heute würde ich ganz anders oder blickig darauf, ganz anders.

01:00:54: Das heißt, ich weiß dass meine Schwächen immer noch nicht besser sind als sie vormals gewesen sind.

01:01:00: da gäbe es immer noch sehr viel daran zu arbeiten.

01:01:02: also hat sich eine Grundsituation nichts geändert.

01:01:04: wenn ich so viele Menschen in unserem Team willkommen heißen darf begrüßen darf und ich sage mal froh sind das Sie sich mit uns um dieselbe Leidenschaft kümmern dann kann ich nicht davon ausgehen, dass sich der einzige Bündnis macht.

01:01:19: Sonst wäre ich zu viel am Platz.

01:01:21: Was ich aber mache mittlerweile ist meine Schwächen... gar nicht mehr mit der Arbeit an diesen Schwächen zu kompensieren.

01:01:29: Soll ich nutz die Zeit, idealerweise an meinen Stärken weiterzuarbeiten und mich mit Menschen zu umgeben, die genau das was ich nicht gut habe als ihre stärken

01:01:39: haben.".

01:01:40: Ja und dass ist ja auch die hohe Kunst als Führungspersönlichkeit, dass man sich die Leute ins Team holt, die vieles viel besser können als man selbst?

01:01:47: Ja es ist so wohltuend weil zu diesen Kolleginnen Kollegen kann ich hingehen.

01:01:54: Da kriege ich eine Antwort, auf die wäre ich nie gekommen.

01:01:57: Die hätte ich vielleicht so gar nicht gegeben.

01:01:58: Ich hätte mich vielleicht auch irgendwie ungeschickt oder unvollständig ausgedrückt.

01:02:03: Ich hatte Aspekte gar nicht berücksichtigt in meiner Gedanken- oder meine Ideenfindung und das ist eine absolute Bereicherung für mich und am Ende glaube ich auch für die Unternehmung weil diese verschiedenen Perspektiven die einfach reinkommen ein ganz anderes Bild haben wir auf dem Tisch bringen.

01:02:20: Definitiv, und was ich von vielen Menschen gehört habe die das irgendwann so umgestellt haben wie du es jetzt auch beschrieben hast?

01:02:25: Das ist auch eine Last von den Schultern, die fällt weil man einfach Verantwortungverteilung betreibt.

01:02:30: Wahnsinn!

01:02:31: Super!

01:02:34: Sehr

01:02:34: schön.

01:02:36: Ja dann ist wieder Platz für neue Dinge.

01:02:41: Lieber Matthias welche Frage darf ich dir denn zum Abschluss beantworten?

01:02:46: Also ich bin begeistert, dass sich jemand auf den Weg macht, Podcast zu entwickeln.

01:02:53: Dann hat er den schönen Titel auch noch Winning Talks zu machen also sprich auch ein Unternehmerformat für diesen Podcast entwickelt zu haben.

01:03:04: Dann frage ich doch die Unternehmerin Konstanze mal wo möchtest du denn in zehn Jahren mit deinem Podcast stehen?

01:03:11: Ich würde mich riesig freuen bei dieser Podcast in zehn Riesig etabliert, es sich einer großen Hörerzahl erfreut und ich persönlich die Chance hatte mit ganz vielen spannenden Menschen zu sprechen.

01:03:25: Das ist für mich persönlich ein absoluter Genuss so viele tolle und spannende Gespräche führen zu dürfen.

01:03:30: da lerne ich persönlich nämlich auch mal ganz viel bei Und Winning Talks ist ja abgeleitet aus meiner Firma, Winning Feeling.

01:03:38: Das ist ja alles so eine Dachmarke und ich persönlich bin im Moment ja als Einzelunternehmerin unterwegs und mir schwebt schon auch ein Wachstum meines Unternehmens vor, auch in Sinne Mitarbeiter irgendwann einstellen das ganze Thema wachsen lassen und da werde ich auch irgendwann an den Punkt kommen.

01:03:55: Im Moment mache ich das alles noch selber mit dem Schneiden vom Podcast mehr alles dazu überlegen.

01:04:00: Vielleicht darf ich das irgendwann auch mal in anderen Händen begeben und nur noch die Gespräche selber führen.

01:04:04: Und es ist aber auch so ein bisschen dieses, ob das wer anders so könnte wie ich?

01:04:08: Und ob das dann so ist, wie ich das gerne hätte.

01:04:10: also ähnliche Themen noch viel mehr im Kleinen natürlich.

01:04:13: Ich bin jetzt erst vor vier Jahren in Summe Berufsbegleiten gestartet und seit einem Jahr voll in diesem Job.

01:04:19: Aber da sind natürlich die Gedanken So langsam kommt die Schwelle ruhig denke okay Jetzt ist die die Basis steht jetzt gehen wir so langsam einen weiteren Aufbau und weil du konkret nach dem Podcast sagt es, den wird's definitiv in zehn Jahren so noch geben.

01:04:32: Das ist meine Wunschvorstellung.

01:04:34: und einfach ganz viele spannende Gäste die da waren.

01:04:37: Und wer weiß?

01:04:38: Vielleicht kommst du ja irgendwann auch nochmal wieder wenn die Übergabe sozusagen von Stadten gegangen ist in, weiß ich nicht, zwanzig Jahre!

01:04:46: Ja

01:04:46: vielen Dank mache ich sehr gerne großartige Geschichte und ich drücke fest die Daumen, dass sich die Unternehmung bei dir weiter so entwickelt.

01:04:55: Ja, vielen lieben Dank Matthias!

01:04:56: Und auch danke, dass du da warst.

01:04:58: Es war ein wahnsinnig tolles Gespräch, vereindruckendes Lebenswerk bisher her.

01:05:02: Ich sage ein dickes Dankeschön.

01:05:03: Sehr gerne.

01:05:04: Danke schön.

01:05:04: Auf Wiedersehen dich.

01:05:05: Bis ganz bald.

01:05:06: Tschüss.

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